Lambda

Wärmepumpen

Wärmepumpen: Wie ein Kühlschrank - nur andersrum!

22.03.2021
Funktionsweise, gesetzliche Vorgaben und Förderungen

Wärmepumpen sind aktuell sehr präsent, wenn es um die Auswahl des richtigen Heizsystems für Neubauten oder Sanierungen geht. Wärmepumpen entziehen der Umgebung Energie und “pumpen” diese auf eine höhere Temperatur. Als Energiequelle kann hierbei die Umgebungsluft, das Erdreich oder das Grundwasser zum Einsatz kommen. So kann beispielsweise auch aus Luft mit einer Temperatur von 0°C noch Energie entzogen werden, um diese für das Heizen zu nutzen. Das Prinzip ist mit dem eines Kühlschranks vergleichbar, nur eben umgekehrt.

Gesetzliche Vorgaben

Voraussetzung für Neubau- oder umfassende Sanierungsvorhaben ist die seit 2008 in der Tiroler Bauordnung verankerte Alternativenprüfung. Durch den Einsatz von Wärmepumpen gilt diese in der Regel als erfüllt. Eine Wärmepumpe stellt eine nachhaltige Alternative zu fossilen Heizsystemen wie Öl und Gas dar. Voraussetzung ist jedoch, dass der benötigte Strom aus erneuerbaren Energiequellen bezogen wird. Gerade bei Sanierungsvorhaben stellt dich allerdings häufig die Frage, wie eine Wärmepumpe in ein bestehendes Gebäude sinnvoll integriert werden kann. Hier sind Energieberatungen, wie sie durch die unabhängigen Experten von Energie Tirol angeboten werden, oftmals sehr hilfreich.

Förderungen für Private und Unternehmen

Beim Einbau einer Wärmepumpe gibt es diverse Fördermöglichkeiten, die sich je nach Nutzungsart des Gebäudes und der Wärmequelle (Luft, Erdreich, Grundwasser) unterscheiden.

Bei der bis Ende 2021 laufenden, einkommensunabhängigen Impulsförderung gewährt das Land Tirol einen Einmalzuschuss von 3.000 Euro für Erd- und Grundwasserwärmepumpen. 700 Euro Zuschuss gibt es für Luftwärmepumpen. Die Impulsförderung steht privaten Bauleuten offen, die keine Wohnbauförderung beantragen. Bei Neubauten, die durch die Wohnbauförderung des Landes unterstützt werden, ist die Förderhöhe abhängig von der Nutzfläche und der Haushaltsgröße und beträgt bis zu 20 Prozent. In der einkommensunabhängigen Sanierungsförderung werden 25 Prozent vom Rechnungsbetrag durch die Förderung abgedeckt. Außerdem gibt es vom Land Tirol einen Einmalzuschuss von 3.000 Euro, wenn man von einer fossilen Heizanlage für Öl, Gas auf erneuerbare Energieträger wie die Wärmepumpe umsteigt. Insgesamt ist es so möglich eine Förderhöhe von bis zu 65 Prozent zu erreichen.

Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit durch das “Raus aus Öl” Programm über die KPC eine Bundesförderung von bis zu 5.000 Euro zu erhalten. Hier können auch Unternehmen eine Förderung beantragen, die in Abhängigkeit von der Wärmeleistung sogar bis zu 8.000 Euro betragen kann. Allerdings sind diese Förderungen auf maximal 35% der förderungsfähigen Kosten begrenzt.

Luftwärmepumpe aus dem Brixental

Auch bei uns im Bezirk tut sich einiges im Bereich der Wärmepumpen. Seit 2019 wird die derzeit effizienteste Luftwärmepumpen der Welt vom Startup “Lambda Wärmepumpen” in Brixen im Thale entwickelt und seit Herbst 2020 werden die ersten Heizsysteme an Kunden ausgeliefert. „Wir wollen deutlich energieeffizientere Wärmepumpen am Markt etablieren. Wärmepumpen sollen nicht nur im Neubau, sondern auch in Bestandsgebäuden ökologisch und rentabel betrieben werden können und somit eine echte Alternative zu Öl und Gas bieten.“, so die Gründer. Gerade in einer Region mit niedrigen Wintertemperaturen ist diese Energieeffizienz ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl des richtigen Heizungssystems.

Bild © Lambda Wärmepumpen

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